Bautagebuch

Baubeginn

Der Baubeginn steht kurz bevor und soll noch im Januar 2021 starten. Hier sehen Sie vorab die Planungen. Wir freuen uns auf eine spannende und erfolgreiche Bauphase. Über die Baufortschritte werden wir Sie auf dem Laufenden halten.

Die Frontansicht sowie die rückwärtige Ansicht des Haus California:

 

 

Hier sehen Sie die Zimmeraufteilung im Erdgeschoss.

 

(Bitte das Bild anklicken, um die Zimmeraufteilung als

PDF-Datei zu öffnen)

 

 

 

Hier sehen Sie die Zimmeraufteilung im Dachgeschoss.

 

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Januar

 

 

 

 

 

Die Baustelle eingerichtet und die Bauarbeiten starten bald. Zunächst wird beim Altbau begonnen bevor die Arbeiten am Neubau in den Blick genommen werden.


März

 

 

 

 

 

Die Bauarbeiten am Rohbau schreiten gut voran.

Die neuen Räume sind schon zu erahnen.

Samstag27. März 2021Kreiszeitung Kreis Oldenburg / HARPSTEDT

 

Spa­ten­sti­che für eine neue Zu­kunft 

Haus Ca­li­for­nia soll bald eine Se­nio­ren-Wohn­ge­mein­schaft be­her­ber­gen

VON HOL­GER RINNE


 

Beckstedt – Sie­ben Leute, sechs Spa­ten und Schau­feln: In­ves­to­rin Rita Lin­de­mann mach­te, un­ter­stützt von ihrem Mann Ger­rit, am Don­ners­tag den ers­ten sym­bo­li­schen Spa­ten­stich zum Umbau des his­to­risch wert­vol­len Hau­ses Ca­li­for­nia, das bald eine Se­nio­ren-Wohn­ge­mein­schaft be­her­ber­gen soll. Ihr zur Seite stan­den die bei­den Ge­schäfts­füh­rer des aus­füh­ren­den Bau­un­ter­neh­mens, Rai­ner Bur­la­ger und Ced­ric Krie­gel, sowie die Ar­chi­tek­tin As­trid Greve und die In­ha­be­rin des Pfle­ge­diens­tes Cu­ra­tus, Co­rin­na Dul­lin.

Wenn Stei­ne er­zäh­len könn­ten, hät­ten sie viel über das 138 Jahre alte Ge­bäu­de zu be­rich­ten. 1883 er­rich­te­te Ger­hard Hein­rich Rö­vekamp die Gast­stät­te mit­ten im Orts­kern von Beckstedt. Zuvor hatte Onkel Henri, wie er im Ort ge­nannt wurde, ein Ver­mö­gen mit den Glücks­rit­tern des Gold­rau­sches auf dem Neuen Kon­ti­nent ge­macht. Al­ler­dings nicht als Gold­schür­fer, son­dern mit Dienst­leis­tun­gen, wie Rita Lin­de­mann be­tont.

Zwi­schen­zeit­lich waren an der Adres­se Im Dorfe 1 die Post­stel­le, ein Ko­lo­ni­al­wa­ren­la­den und zu­letzt ein Ge­wer­be­be­trieb un­ter­ge­bracht. „Bis 1972 hatte die Gast­stät­te einen der grö­ß­ten Säle in der Re­gi­on“, be­ton­te der Schwie­ger­sohn der Bau­her­rin, Ma­thi­as Grau. „Hei­mat- und Schüt­zen­ver­ein wur­den hier ge­grün­det. Das Schüt­zen­fest fand hier statt. Ich kann mich noch an die bis spät in die Nacht laut­stark fei­ern­den Schüt­zen er­in­nern“, er­gänzt die In­ves­to­rin. Nach er­heb­li­chen Sturm­schä­den als Folge des Or­kans von 1972 wurde der Saal ab­ge­ris­sen. Nach­dem Mag­da­le­ne und Man­fred Rö­vekamp im Ja­nu­ar 2019 kurz nach­ein­an­der star­ben, über­nahm Toch­ter Rita das Ge­bäu­de.

Ab­riss und Neu­bau wären wo­mög­lich die ein­fachs­te Lö­sung ge­we­sen. Doch das kam für Rita Lin­de­mann nicht in Frage: „Ich habe etwas ge­sucht, um das Haus zu er­hal­ten.“ Nach und nach wuchs der Ge­dan­ke, aus dem Ge­bäu­de eine Wohn­ge­mein­schaft für Se­nio­ren zu ma­chen.

Zwölf Wohn­ein­hei­ten sol­len ent­ste­hen

Ins­ge­samt zwölf Wohn­ein­hei­ten mit je einem 23 Qua­drat­me­ter gro­ßen Wohn- und Schlaf­be­reich sowie einem ei­ge­nen Bad­be­reich sol­len ent­ste­hen. Acht davon be­fin­den sich nach Fer­tig­stel­lung im alten Ge­bäu­de; vier wer­den in einem neuen Anbau ge­schaf­fen. „Alle Wohn­be­rei­che sind bar­rie­re­frei“, un­ter­strich Ar­chi­tek­tin As­trid Greve. Die grö­ß­te Her­aus­for­de­rung be­stand nach ihren An­ga­ben darin, ein neues Trep­pen­haus samt Fahr­stuhl ein­zu­fü­gen, ohne den Cha­rak­ter und Charme des Ge­bäu­des zu zer­stö­ren. Im ehe­ma­li­gen Kup­pel­saal des Ober­ge­schos­ses be­fin­den sich noch Wand­ma­le­rei­en aus der Grün­der­zeit, die zum Teil auch er­hal­ten wer­den sol­len. Die Be­woh­ner sol­len selbst­be­stimmt leben und ihren Tag frei ge­stal­ten. Es wer­den so­wohl Ge­mein­schafts­be­rei­che ge­schaf­fen als auch gro­ß­zü­gi­ge Frei­an­la­gen.

An­fra­gen gibt's schon reich­lich

Jeder Wohn­be­reich ver­fügt über einen ei­ge­nen Bal­kon oder eine Ter­ras­se. Der alte Gast­raum bleibt er­hal­ten.

Hin­ter dem Gar­ten möch­te Fa­mi­lie Lin­de­mann auf einem rund zwei Hekt­ar gro­ßen Au­ßen­be­reich für die Se­nio­ren hof­ei­ge­ne Tiere hal­ten. Wer pfle­ge­be­dürf­tig ist, kann die Diens­te des Pfle­ge­part­ners Cu­ra­tus in An­spruch neh­men.

Es gibt be­reits reich­lich An­fra­gen, so Lin­de­mann. „Häu­fig ent­steht der Be­darf aber auch erst kurz­fris­tig“, ver­weist Co­rin­na Dul­lin von Cu­ra­tus dar­auf, dass die Chan­ce auch im Herbst noch ge­ge­ben ist, eine der be­gehr­ten Wohn­ein­hei­ten zu er­gat­tern. Ende des Jah­res sol­len die ers­ten Be­woh­ner ein­zie­hen.

„Die Ge­mein­de Coln­ra­de ist sehr froh über die­ses Pro­jekt. Es ist das erste die­ser Art in un­se­rer Ge­mein­de“, freu­te sich Bür­ger­meis­te­rin Anne Wil­kens-Lin­de­mann.

 

Pressebericht Nordwestzeitung vom 26.03.2021:

 

Pressebericht Weser-Kurier vom 29.03.2021:

 

 

 

 

 

 

Sie freuen sich auf das neue Projekt im Haus California in Beckstedt (von links): Corinna Dullin vom Curatus Pflegedienst, die zuständigen Bauunternehmer Rainer Burlager und Cedric Kriegel, Inhaberin Rita Lindemann und ihr Ehemann Geritt Lindemann, Planerin Astrid Greve sowie Bürgermeisterin Anne Wilkens-Lindemann. (INGO MÖLLERS) 

 

Haus California

Mehr Selbstbestimmung im Alter

Lina Wentzlaff 29.03.2021 

Rita Lindemann plant gerade eine Senioren-WG in ihrem alten Elternhaus „Haus California“ in Beckstedt - und verspricht maximale Selbstbestimmung für Senioren.

 

Minibagger, Schaufeln und ganz viel Sand – das historische Gebäude „Haus California“ im Herzen von Beckstedt gleicht derzeit einer großen Baustelle. In dem traditionsreichen Haus und einem Neubau entsteht eine neue Senioren-Wohngemeinschaft. Schon Ende dieses Jahres sollen die zwölf Zimmer bezugsfertig sein.

„Ich möchte mein Elternhaus unbedingt erhalten und etwas Schönes daraus machen“, erläutert Inhaberin und Bauherrin Rita Lindemann. Nachdem ihr Vorfahre Onkel Henry, wie Gerhard Heinrich Rövekamp in Beckstedt immer noch liebevoll genannt wird, aus den Vereinigten Staaten zurückgekehrt war, errichtete er 1883 das große Gebäude mit Gaststätte, Poststelle und Lebensmittelhandel. Im kalifornischen Goldrausch war er mit Dienstleistungen im Ausland zu Geld gekommen. Seitdem ist das Haus in Familienbesitz.

Zwei Jahre reifte die Idee der Wohngemeinschaft für Senioren. Und nun kann es endlich losgehen: Zum Spatenstich traf sich Familie Lindemann mit Architektin Astrid Greve sowie Vertretern der zuständigen Baufirma Burlager-Bau, Corinna Dullin vom Curatus Pflegedienst und Bürgermeisterin Anne Wilkens-Lindemann.

Zwölf Wohneinheiten mit jeweils eigenem Balkon oder Terrasse sowie Bad sollen hier entstehen und bis Ende des Jahres bezugsfertig sein. Dazu erweitert Lindemann das historische Gebäude noch durch einen modernen Neubau. „Die räumliche Aufteilung haben wir bewusst so gewählt, um möglichst viel Rückzugsmöglichkeiten für die Bewohner zu bieten“, sagt Lindemann.

Umbau ermöglicht Barrierefreiheit

Rund 23 Quadratmeter stehen dann jedem Bewohner neben einer großen Wohnküche und weiteren Gemeinschaftsräumen privat zur Verfügung. Wie in einer Wohngemeinschaft üblich, sollen die Senioren sich auch an den täglichen Aufgaben beteiligen, um so aktiv ihr Leben mitzugestalten und sozial eingebunden zu bleiben. „Das Haus wird komplett barrierefrei sein. Dazu bauen wir ein neues Treppenhaus mit einem Fahrstuhl“, beschreibt Architektin Astrid Greve die Pläne des Umbaus.

Insgesamt soll es auf den rund 10.000 Quadratmetern Gelände knapp 1000 Quadratmeter Wohnfläche geben. Dazu kommt eine zwei Hektar große Weidefläche. „Wir planen gerade, auch das Außengelände neu zu gestalten“, berichtet Lindemann. So soll sich dann zukünftig ein parkähnlicher Gartenbereich an die Terrassen anschließen. Zusätzlich sei ein Außenbereich für hofeigene Tiere in Planung.

Das Haus werde aber im Kern so erhalten bleiben, wie es allen seit über 130 Jahren bekannt ist. „Wir wollen schließlich den alten Charme bewahren“, sagt die Inhaberin. Auch das große Deckengemälde im alten Festsaal, alte Möbelstücke aus der Zeit des kalifornischen Goldrausches sowie Bilder sollen in die Neugestaltung integriert werden.

Das Haus ist über die Gemeinde hinweg bekannt. „Hier war immer viel los“, erinnert sich die Bürgermeisterin Anne Wilkens-Lindemann an die Zeiten, als noch Schützenfeste auf dem Grundstück stattfanden. Sie betont, dass die Gemeinde Colnrade sehr froh über das innovative Wohnprojekt für Senioren sei. Ende des Jahres sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. „Wir haben sogar auch schon einige Anfragen für die Zimmer bekommen“, berichtet Lindemann sichtlich erfreut.

WG statt Heimatmosphäre

Ein Seniorenheim soll das Haus California aber nicht werden, sondern eher eine klassische Wohngemeinschaft, nur eben für Senioren, erklären die Verantwortlichen. Das Angebot richte sich vor allem an ältere Menschen, die alleinstehend sind und weiterhin selbstbestimmt leben wollen. Trotzdem sei bei Pflegebedarf für das Wohl der Bewohner gesorgt. Da häufig der Pflegebedarf für ältere Leute kurzfristig entstehe, sei das ganze Konzept sehr flexibel, erklärt Corinna Dullin von Pflegedienst Curatus, mit dem eine Kooperation besteht.

Anfragen zu den Wohnungen in der Senioren-WG nimmt Rita Lindemann ab sofort unter der Telefonnummer 04434/217 oder per E-Mail an kontakt@haus-california.de entgegen. Weitere Informationen sind auf der Website www.haus-california.de zu finden.


April

Pressebericht Nordwest Sonntagsblatt vom 24.4.21

Der Bau schreitet gut voran. Die Sohle ist eingebaut und die Bodenplatte des Neubaus gegossen. Wir freuen uns auf die nächsten Bauschritte.


Mai

 

 

 

 

Die Bauarbeiten schreiten sowohl im Alt- als auch im Neubau gut voran. 

Bald kann schon das Richtfest am Neubau nach geltenden Coronaregeln gefeiert werden. 

Wir freuen uns darauf!


Juni

Im Juni werden viele Innenarbeiten erledigt. Der Treppenaufgang wird erweitert, sodass ein Schacht mit genügend Platz für einen großzügigen Fahrstuhl entsteht.

Der Estrich wird im gesamten Haus erneuert, somit entspricht auch die Bodendämmung den heutigen Standards.

Es werden Wände entfernt und mit neuer Raumaufteilung wieder errichtet.

Dabei ist im Altbau in einer Wand ein Deckenträger entdeckt worden, der durch seine kunstvolle Verzierungen zu schön ist, um ihn wieder in einer Wand zu verstecken.

Wie sind gespannt, was noch für tolle Überraschungen auf uns zukommen.

 

 

 


Juli

 

 

 

 

 

Es ist geschafft!

Das Dach am Neubau ist gerichtet. Trotz Lieferschwierigkeiten beim Baumaterial geht es bei der Sanierung am Haus California stetig weiter.

Wir freuen uns auf die nächsten Schritte.


Grundsteinlegung

Im Juli konnten wir am Haus California auch die offizielle Grundsteinlegung durchführen. Die Arbeiten gehen gut voran und  jeden Tag kann man am Alt- und am Neubau große Fortschritte erkennen.

Neben dem Jahresstein, welcher ein Geschenk des Bauunternehmens Burlager und Kriegel war, wurden auch Wünsche und persönliche Gegenstände der Familie Lindemann und Rövekamp sowie der Architektin Astrid Greve in einer Zeitkapsel im Mauerwerk hinterlassen.


August

Besichtigung der Kommunalpolitik

Am 17.08.2021 besichtigte der amtierende Gesamtgemeindebürgermeister und gleichzeitiger Samtgemeindebürgermeisterkandidat Herwig Wöbse mit Mitgliedern der ´CDU der Samtgemeinde Harpstedt sowie Ratsmitgliedern das Haus California in Beckstedt. Vertreten war auch Anne Wilkens-Lindemann als Bürgermeisterin der Gemeinde Colnrade sowie Andrea Verstappen als Vertreterin des Pflegedienstes Curatus aus Colnrade.

Sehr interessiert zeigten sich alle Beteiligten, als die Architektin Astrid Greve den Baufortschritt am Haus California darstellte und erläuterte. Die Bauherrin Rita Lindemann ergänzte die Erläuterungen durch den historischen Hintergrund des Hauses sowie das geplante Wohnambiente.

 

 

Donnerstag19. August 2021Kreiszeitung Kreis Oldenburg / HARPSTEDT

 

 

 

Baustellenbesichtigung: Pflegedienstleiterin Andrea Verstappen (v.l.), Colnrades Bürgermeisterin Anne Wilkens-Lindemann, Bauherrin Rita Lindemann, Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse und Architektin Astrid Grewe. Foto: Rullhusen

 

 

 

 

Die Außenansicht nach der Fertigstellung. grafik: Gag Plan

„Diese Haus atmet Ge­schich­te“ 

Bau­stel­len­be­sich­ti­gung der zu­künf­ti­gen Se­nio­ren­wohn­ge­mein­schaft „Haus Ca­li­for­nia“

VON LEIF RULL­HU­SEN

Beckstedt – Die rich­ti­ge Wohn­form im Alter zu fin­den, ist eine im­mens schwie­ri­ge Auf­ga­be. Viele Se­nio­ren ver­kau­fen ir­gend­wann ihr Ein­fa­mi­li­en­haus, wenn die Kin­der aus­ge­zo­gen sind, um in ein bar­rie­re­frei­es Apart­ment zu zie­hen. Oft bleibt schlie­ß­lich ein Ehe­part­ner al­lein zu­rück.

Die Al­ter­na­ti­ve kann eine Se­nio­ren­wohn­ge­mein­schaft sein. Im Coln­ra­der Orts­teil Beckstedt ent­steht der­zeit eine sol­che Wohn­form. Rita Lin­de­mann baut die ehe­ma­li­ge Gast­wirt­schaft Rö­vekamp ihrer El­tern in die Se­nio­ren­wohn­ge­mein­schaft „Haus Ca­li­for­nia“ um.

Mit der klas­si­schen Stu­den­ten-WG, in der die zu­künf­ti­gen Mie­ter frü­her viel­leicht ein­mal ei­ni­ge Jahre ihrer Ju­gend ver­brach­ten, hat die­ses, nach sei­nem Um- und Er­wei­te­rungs­bau 930 Qua­drat­me­ter große Ge­bäu­de, al­ler­dings in ers­ter Linie die Art des Zu­sam­men­le­bens ge­mein­sam. Zwölf gro­ß­zü­gi­ge Zim­mer mit Ter­ras­se oder Bal­kon sol­len nach der Fer­tig­stel­lung wahl­wei­se einem Sin­gle oder einem Paar Platz bie­ten. 

Am Diens­tag hatte die Bau­her­rin und In­ves­to­rin Samt­ge­mein­de­bür­ger­meis­ter Her­wig Wöbse, den CDU-Vor­stand und die Rats­kan­di­da­ten der Christ­de­mo­kra­ten zu einer Bau­stel­len­be­sich­ti­gung ein­ge­la­den. Lin­de­mann habe ein be­son­de­res Pro­jekt an­ge­scho­ben, das Mut und En­ga­ge­ment er­for­de­re, er­klär­te der Ver­wal­tungs­chef zu Be­ginn der Be­ge­hung.

Noch ver­strah­len nack­te Wände, Pfüt­zen auf dem Boden und der Ge­ruch nach fri­schem Ze­ment den ty­pi­schen Bau­stel­len­charme. Doch mit etwas Fan­ta­sie lässt sich be­reits er­ah­nen, wel­ches Po­ten­zi­al in die­sem his­to­ri­schen Ge­bäu­de steckt. Rita Lin­de­mann be­sitzt die nö­ti­ge Vor­stel­lungs­kraft und steckt ihre Bau­stel­len­be­su­cher schnell damit an.

Vor ihrem Auge lädt die ehe­ma­li­ge Gast­stu­be die neuen Be­woh­ner schon wie­der zu einem ge­sel­li­gen Abend ein. „Wir wer­den das ehe­ma­li­ge Mo­bi­li­ar hier wie­der ein­bau­en“, er­klärt sie ihren Gäs­ten. Dort, wo es mög­lich ist, will sie die his­to­ri­sche Sub­stanz er­hal­ten. „Die­ses Haus atmet Ge­schich­te, des­halb muss sein Ge­sicht blei­ben“, er­gänzt Ar­chi­tek­tin As­trid Grewe.

Ein Stock­werk höher, in der De­cken­kup­pel des ur­sprüng­li­chen Saals, sind die Bau­her­rin und die Ar­chi­tek­tin auf ein wah­res Juwel ge­sto­ßen. Über den Bal­ken einer ab­ge­häng­ten Decke ent­deck­ten sie alte kunst­vol­le Ma­le­rei­en, als sie diese ent­fern­ten. „Wenn es mach­bar ist, wer­den wir die Ge­mäl­de in dem dar­un­ter lie­gen­den Auf­ent­halts­raum im Vin­ta­ge-Stil wie­der sicht­bar wer­den las­sen“, hofft Grewe.

Vor zwei Jah­ren be­gann Rita Lin­de­mann mit ihr die kon­kre­ten Pla­nun­gen zu der Se­nio­ren­wohn­ge­mein­schaft in Beckstedt. Als ihre El­tern An­fang 2019 kurz nach­ein­an­der star­ben, stand für Lin­de­mann fest, das seit sei­nem Bau im Jahr 1883 in Fa­mi­li­en­be­sitz be­find­li­che Haus un­be­dingt zu er­hal­ten und wei­ter sinn­voll zu nut­zen. „Zu­erst dach­te ich an eine Ta­ges­pfle­ge und habe diese Idee immer wei­ter ge­spon­nen“, be­rich­tet die Bau­her­rin.

Sie ko­ope­riert mit Cu­ra­tus aus Coln­ra­de. Der Pfle­ge­dienst hat schon bei der Pla­nung des Wohn­pro­jek­tes seine Er­fah­run­gen ein­flie­ßen las­sen und hat spä­ter rund um die Uhr eine Pfle­ge­prä­senz­kraft vor Ort. Dar­über hin­aus könn­ten die Be­woh­ner Pfle­ge­leis­tun­gen nach Be­darf hin­zu­bu­chen, er­läu­tert Cu­ra­tus-Pfle­ge­dienst­lei­te­rin An­drea Ver­stap­pen. „Selbst für Schwerst­pfle­ge­be­dürf­ti­ge gibt es kei­nen Grund, hier wie­der aus­zu­zie­hen. Es soll und darf in die­sem Haus auch ge­stor­ben wer­den.“ Ein­zi­ge Aus­nah­me: In­ten­siv­me­di­zi­ni­sche Ver­sor­gung wird in der Se­nio­ren­ge­mein­schaft nicht mög­lich sein. Ein­zugs­be­schrän­kun­gen, wie zum Bei­spiel ein Pfle­ge­grad oder Min­dest­al­ter, gibt es nicht. Al­ler­dings muss jeder zu­künf­ti­ge Mie­ter das Ba­sis­pfle­ge­an­ge­bot, wie die Prä­senz­kraft, mit­be­zah­len. Grund­sätz­lich soll das Se­nio­ren­pro­jekt jedem Be­woh­ner ein Höchst­maß an Pri­vat­sphä­re bie­ten und zu­gleich die Mög­lich­keit, sich nach Wunsch bei ge­mein­schaft­li­chen Ak­tio­nen ein­zu­brin­gen. 

Wann die ers­ten Mie­ter ihre Zim­mer be­zie­hen kön­nen, weiß die Bau­her­rin noch nicht genau. „Ich hoffe, dass wir im Früh­jahr fer­tig wer­den“, gibt Lin­de­mann eine vor­sich­ti­ge und op­ti­mis­ti­sche Pro­gno­se ab.

 

His­to­ri­scher Rück­blick

1883 baute Ger­hard Hein­rich Rö­vekamp die Gast­stät­te im Orts­kern von Beckstedt. Zuvor hatte Onkel Henri ein Ver­mö­gen auf dem Neuen Kon­ti­nent ge­macht. Sechs Jahre spä­ter grün­de­te sich dort der Schüt­zen­ver­ein Beckstedt. An­fangs waren in dem Gast­haus auch die Post­stel­le und ein Ko­lo­ni­al­wa­ren­la­den un­ter­ge­bracht. Bis 1972, als der Jahr­hun­dert-Orkan des­sen Gie­bel um­kipp­te, hatte die Gast­stät­te einen der grö­ß­ten Säle 

 

Sonnabend, 21. August 2021 Nordwest-Zeitung


September

Die Bauarbeiten schreiten gut voran. Immer wieder treten hinter den alten Tapeten alte Wandmalereien auf, die einen Einblick in vergangene Zeiten ermöglichen. Die Raumaufteilung ist nun fertiggestellt und man kann die Großzügigkeit der Zimmer erkennen. Durch die Sanitär- und Elektroinstallationen kann man erahnen, wie die Zimmer später aussehen werden. Die Fenster sind überwiegend eingebaut, sodass bald die Estrich- und Putzarbeiten beginnen können.

Wir freuen uns auf den weiteren Verlauf.

 


Oktober

Download
Kopf der Woche mit Rita Lindemann und dem Projekt Haus California
(Um den Bericht zu lesen auf Download klicken)
Kopf der Woche.pdf
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November

Die Arbeiten am zweiten Dach schreiten nun stetig voran. Bald kann das zweite Richtfest gefeiert werden.

Richtfest


Dezember

Die Innenarbeiten gehen weiter. Estrich, Putz, Sanitär und Elektroarbeiten sind im Neubau, in der Gaststube und den Fluren so gut wie fertig.


Januar

Die Bauarbeiten gehen weiter voran und der Tag der Fertigstellung rückt langsam näher. Die geplante Baustellenbesichtigung als Tag der offenen Tür ist leider aufgrund der Coronalage nicht planbar.

 

Aus diesem Grund bieten wir Baustellenbesichtigungen nach Absprache an.

Kontaktieren Sie uns einfach über die Kontaktdaten der Internetseite.

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!


Februar

Neue Impressionen vom Baufortschritt im Januar und Februar. 👍👌


März

Nordwestzeitung vom 11. März 2022

 

 

 

 

Der Tag der offenen Tür rückt näher.

Am 26.03.2022 und am 23.04.2022 kann das Haus California jeweils von 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr besichtigt werden. Für Fragen stehen wir Ihnen in der gesamten Zeit gerne zur Verfügung.

Auch besteht die Möglichkeit, sich an diesem Tag schon eine Wohnung zu reservieren.

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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Flyer zum Tag der offenen Tür am 26.03. und am 23.04.2022
Lindemann_Flyer_Wohnungsbesichtigungen_A
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Tag der offenen Tür

Der Tag der offenen Tür im Haus California war am vergangenen Wochenende ein voller Erfolg. Bei bestem Wetter haben sich viele Interessierte einen Einblick über die Räumlichkeiten, das geplante Außengelände und das Konzept der Senioren-Wohngemeinschaft in Beckstedt verschafft. Spezielle Fragen konnten in persönlichen Gesprächen, sowohl mit der Inhaberin Rita Lindemann, als auch mit den Mitarbeitern des ambulanten Pflegedienstes Curatus geklärt werden, sodass einige Wohnungen direkt reserviert wurden. 

Am 26.4.2022 bietet sich die nächste Chance, bei einem Tag der offenen Tür das Haus California zu besichtigen und sich kurz vor der Fertigstellung einen Eindruck über das Gebäude zu verschaffen. Auch an diesem Tag können wieder vor Ort alle Fragen geklärt und die letzten Zimmer reserviert werden.


April

 

 

Die ersten Einrichtungen werden nun eingebaut. Teile der Küche, der Tresen der ehemaligen Gaststube sowie die ersten Möbel werden ins Haus  gebracht und montiert. Als nächstes folgt die Fertigstellung des Fahrstuhls und der Malerarbeiten im Altbau. Nach vielen Wochen mit Materialengpässen sowie coronabedingten Ausfällen bei Handwerkern, scheint es nun zügig voranzugehen. 

Wir erwarten gespannt die weiteren Fortschritte.